Sexuell übertragbare Infektionen

Da eine genitale Pilzinfektion beim Mann eine recht seltene Infektion darstellt, sind die Symptome nicht gut bekannt. Es gibt zudem weitere Erkrankungen und Gesundheitsprobleme, vor allem Geschlechtskrankheiten und sexuell übertragbare Infektionen, die bei Männern ähnliche Symptome, wie die einer Pilzinfektion, verursachen können.

Überblick
Viele Männer gehen davon aus, dass sie bemerken würden, wenn sie unter einer Geschlechtskrankheit (STD) leiden. Während die meisten STDs Symptome verursachen, werden viele dieser Art Leiden leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt. In manchen Fällen gibt es überhaupt keine Symptome. Die Risiken zu verstehen und die Anzeichen und Symptome der am weitesten verbreiteten STDs bei Männern zu kennen, ist für jeden Mann, der sexuell aktiv ist, überaus wichtig.

Chlamydiose
Die Chlamydiose ist eine bakterielle STD, die während des Anal-, Oral- oder vaginalen Sex mit jemandem, der mit Chlamydien infiziert ist, übertragen werden. Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten in Deutschland. Viele Menschen, die sich mit Chlamydien anstecken, zeigen nie Symptome. Andere haben erst Wochen, nachdem sie infiziert wurden, Symptome. Manche der Symptome von Chlamydiose bei Männern sind:

  • Schmerzen beim Urinieren
  • Ausfluss aus dem Penis
  • Geschwollene Hoden

Tripper (Gonorrhö)
Tripper ist eine bakterielle Infektion, die den After, den Hals oder die Harnröhre betreffen kann. Er wird während des Anal-, Oral- oder vaginalen Geschlechtsverkehrs mit einem Mann oder einer Frau, der / die infiziert ist, übertragen. Die meisten Männer mit Gonorrhö zeigen überhaupt keine Symptome. Für diejenigen, die Symptome haben, umfassen diese unter anderem:

  • Schmerzen beim Urinieren
  • Ein grüner, weißer oder gelber Penisausfluss
  • Geschwollene Hoden

Syphilis
Syphilis ist eine bakterielle Geschlechtskrankheit, die durch Anal-, Oral- oder vaginalen Sex übertragen werden kann. Diese uralte Krankheit ist auch heute noch weitverbreitet. Die umgangssprachlich auch Franzosenkrankheit genannte Erkrankung stellt aufgrund ihres Zusammenhangs mit HIV und der Tatsache, dass sein nach Infektion mit Syphilis, das Risiko erhöht HIV zu bekommen, eine der schwerwiegendsten STDs bei Männern dar.

Syphilis umfasst vier verschiedene Phasen: primär, sekundär, latent und tertiär. Jede Phase hat ihre eigenen Symptome. Die Symptome einer primären Syphilis beinhalten bei Männern:

Eine sehr kleine, harte und schmerzfreie Wunde, über die Bakterien in den Körper gelangen, und die sich normalerweise am Penis, dem After oder den Lippen befindet

Geschwollene Lymphknoten in dem Bereich, der sich in der Nähe der Wunde befindet

Symptome der sekundären Syphilis können umfassen:

  • Ein Hautausschlag, der nicht juckt und für gewöhnlich auf der Handinnenfläche oder den Fußsohlen gefunden werden kann
  • Müdigkeit
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten

Bei der latenten Syphilis handelt es sich um die Phase, die nachdem die Symptome der sekundären Phase aufgehört haben und wenn die Geschlechtskrankheit nicht behandelt wurde, auftritt. Die Tertiäre Syphilis ist die vierte Phase. Sie kommt selten vor, da wenige Menschen die vierte Phase erreichen, auch wenn die Krankheit unbehandelt bleibt. Sie kann ernsthafte Komplikationen verursachen, mitunter Beschädigungen des Herzens, Nervensystems, Gehirns, der Gelenke und anderer Bereiche des Körpers. Syphilis kann ernsthafte medizinische Probleme verursachen und zum Tod führen, wenn diese Phase erreicht wird und das sogar Jahre nach der Ansteckung.

Geschlechtskrankheiten vorbeugen
Viele Menschen können mit einer STD infiziert sein, ohne sichtbare Symptome zu haben. Das bedeutet, dass sichere sexuelle Praktiken überaus wichtig sind, wenn Sie eine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten verhindern wollen.

Die einzige Möglichkeit, eine Geschlechtskrankheit komplett zu verhindern, ist sich von jeglichem sexuellen Kontakt oder dem Kontakt mit offenen Wunden und Körperflüssigkeiten einer infizierten Person fernzuhalten. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, STDs vorzubeugen. Kondome während des Geschlechtsverkehrs und eine dentale Barriere (Dental Dam) während des Oralsex erweisen sich als effektiv, wenn sie richtig angewendet werden. Vom Geschlechtsverkehr mit verschiedenen Partnern Abstand zu halten und sich dafür für eine monogame sexuelle Beziehung zu entscheiden, kann ebenfalls dabei helfen Geschlechtskrankheiten vorzubeugen.